REK 2000 Metropolregion

Stellungnahme der CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Jork zum Regionalen Entwicklungskonzept, REK 2000 Metropolregion Hamburg

1 Das Regionale Entwicklungskonzept sieht die Stärkung und Förderung der ländlichen Räume gemäß ihrer jeweiligen Eigenart vor. Die besondere Eigenart der Gemeinde Jork liegt ohne Frage in seiner Funktion als Wirtschaftsregion für den Obstbau. Aus dieser Funktion heraus leitet sich als zweite wichtige Prägung unserer Gemeinde der Tourismus ab, der sich in zunehmendem Maße zum zweiten Standbein des Obstbaus entwickelt. Die Förderung von Obstbau und Tourismus müssen in bezug auf die Gemeinde Jork im REK besondere Berücksichtigung finden.

2 Diese Eigenart der Gemeinde Jork und des Alten Landes insgesamt sind besonders im Hinblick auf die Siedlungsentwicklung zu berücksichtigen. Eine zu starke Siedlungsentwicklung würde den Charakter der Altländer Kulturlandschaft stark beeinträchtigen. Eine sanfte und in Maßen gehaltene Einwohnerentwicklung ist somit notwendig.

3 Ein zukunftsfähiges Hamburg ist nur mit einem starken Umland möglich. Im Speckgürtel Hamburgs steckt eine enorme Kaufkraft für die Hamburger City. Eine schnelle und unkomplizierte Erreichbarkeit des Hamburger Zentrums ist daher für die Hamburger Geschäftswelt wichtig. Speziell für die Gemeinde Jork wäre hier die Weiterführung der Busverbindung von Cranz bis ins Jorker Zentrum sinnvoll. Sinn würde zum anderen auch ein Anschluss zum Lühe-Anleger machen, um eine Verbindung zum Elbe-City-Jet herzustellen. Beim Elbe-City-Jet wäre eine volle Aufnahme in den HVV-Verbund wünschenswert. Zudem ist die Weiterführung der S-Bahn bis Buxtehude dringend erforderlich. Die hohe Zahl der Fahrgäste auf dem Streckenabschnitt von Buxtehude nach Neugraben unterstreicht dies deutlich.

4 Die Autobahnen A26 und A20 müssen zügiger vorangetrieben werden. Hier ist durch die zu erwartende Zunahme des Straßenverkehrs – insbesondere der Pendlerströme – ein rasches Handeln im Interesse aller beteiligten Länder erforderlich.

5 Die Erweiterung der Buslinie 150 von Cranz nach Jork ist ebenfalls nötig, um den Autoverkehr auf der K39 in und aus Richtung Hamburg-Finkenwerder zu entlasten. Die Attraktivität der Buslinie würde somit steigen, da sich dann die Fahrt mit dem Pkw nach Cranz erübrigen würde.

6 Das kulturelle Angebot der Gemeinde ist stärker hervorzuheben. Das Alte Land bietet auf diesem Sektor enorme Möglichkeiten. Da Kultur inzwischen immer mehr als Standort- und Imagefaktor für Unternehmen an Bedeutung gewinnt, ist eine Zusammenarbeit der einzelnen Städte und Gemeinden bezüglich der kulturellen Öffentlichkeitsarbeit notwendig.

7 Hamburg ist als Hafen- und Schifffahrtsstandort für die Metropolregion von immenser Bedeutung. Ein florierender Hamburger Hafen wirkt sich auch positiv auf das Umland aus. Die Fahrrinnenvertiefung der Elbe erhöht ohne Frage die Wettbewerbschancen Hamburgs. Die Stadt Hamburg hat zugleich aber damit auch eine Verantwortung mit einhergehenden Konsequenzen für die Elbanrainergemeinden. Sie ist daher auch bei der Erhöhung der Deichsicherheit und der Entsorgung des Elbschlicks mit in der Pflicht.