Das Ehrenamt weiter stärken

Landesregierung erarbeitet neue Kommunalverfassung – Junge Menschen sollen motiviert werden

Stade-Hagen. Die Mitgliederzahlen schrumpfen, junge Menschen rücken kaum nach, die Finanzen sind zu einer großen Baustelle geworden, die Stimmung vieler Menschen wendet sich gegen die Regierungen in Hannover und Berlin. „Doch wir sollten uns nicht alles schlechtreden lassen“, sagte CDU-Vorsitzender Kai Seefried jetzt während der Mitgliederversammlung der Kreis-CDU in Hagen.
„Wir sind die stärkste politische Kraft im Kreis Stade und wollen das auch bleiben“, untermauerte Seefried in Hinblick auf die Kommunalwahlen in einem Jahr. Er bedauere, dass sich die Parteimitglieder immer wieder „dumme Sprüche“ anhören lassen müssten. Doch es sei nicht alles so schlecht, wie es sich darstelle. „Wir haben die größte Finanzkrise jüngster Zeiten hinter uns, so Seefried. Deutschland, und auch der Stader Landkreis, hätten sie gut überstanden. „Europa und die Welt schauen auf Deutschland.“
„Das Ehrenamt in der Politik“ war während der Tagung der Schwerpunkt in einer Gesprächsrunde mit der Staatssekretärin im niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, Dr. Sandra von Klaeden. Diese erläuterte, dass die Regierung gerade daran arbeite, eine einheitliche Kommunalverfassung zu schaffen. Darin sollen drei Leitlinien festgeschrieben werden: Bewährtes muss bewahrt und Gesetze sollen verständlicher und lesbarer gemacht werden. Zudem sollen die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement verbessert werden. Und die Gesetze sollen zukünftig transparenter sein. Das Ehrenamt solle attraktiver und stärker gemacht werden. „Um in den Gesetzestexten alles klar zum Ausdruck zu bringen, würde die Regierung eng mit der Gesellschaft für deutsche Sprache zusammenarbeiten. Bestrebungen, die Verfassung einheitlich auch mit anderen Ländern zu gestalten, wurde auf den Weg gebracht.
Nach den Worten von Klaedens müssen die gewählten ehrenamtlichen Politiker oft harte Diskussionen aushalten und Kritik einstecken können. Dennoch müsse erreicht werden, dass sich junge Menschen in politischen Ehrenämtern engagieren. „Auch das soll mit der Neugestaltung der Verfassung ausgelöst werden.“ Margarethe Petersen unterstützte die Aussagen der Staatssekretärin: „Die stärkste Fraktion in unserer Partei sind die 60- bis 69-jährigen Frauen und Männer. Junge Leute müssen her.“ Im Ehrenamt würden sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und im Team zu arbeiten.“
In seinem Bericht über die Arbeit im Landtag sprach sich Seefried für die Einrichtung einer sogenannten niedersächsischen Oberschule im Lande aus. Dagegen äußerten mehrere Versammlungsteilnehmer Kritik. Und Helmut Dammann-Tamke machte deutlich, dass der Nettoverschuldung im Lande endlich ein Riegel vorgeschoben werden müsse.
Martina Krogmann, Bevollmächtigte für Niedersachsen beim Bund und in Europa, hob hervor, dass die augenblicklichen Wirtschaftszahlen in Deutschland so gut aussehen würden wie in keinem anderen Industrieland. Dennoch gebe es gerade hier eine aufgeheizte Atmosphäre. Sie kritisierte die Beschimpfungen der Regierung durch andere Parteien: Die würden kein Sachargument zuliefern

Quelle:[www.Tageblatt.de]