Naturschutz mit den Menschen – Kreistagsfraktion informiert sich im Schwingetal

Aufgrund der aktuellen Beratungen über die Umsetzung einer neuen Landschaftsschutzgebiet sverordnung für das Schwin getal haben sich Mitglieder der CDU- und der FWG-Kreistagsfraktion jetzt direkt vor Ort im Schwingetal informiert. Nach der Vorlage der Kreisverwaltung soll für eine Fläche von ca. 1500 ha eine neuee Landschaftsschutzgebietsverordnung mit besonderen Einzelfallregelungen beschlossen werden. Die CDU-Kreistagsfraktion begrüßt grundsätzlich, dass die Kreisverwaltung im Dialog mit den Nutzern, den Verordnungsentwurf erstellt hat und viele Detailpunkte besprochen werden konnten. Aus Sicht der Kreistagfraktion hat eine Landschaftsschutzgebietsverordnung den Vorteil, dass hier Natur und Umweltschutz gemeinsam mit den Nutzern umgesetzt wird.
Der Kreistagsabgeordnete Kai Seefried machte beim Vor-Ort-Termin nochmals deutlich, dass Natur- und Umweltschutz nur gemeinsam mit den Nutzern funktionieren kann. Kreislandwirt Johann Knabbe freute sich über das Interesse der Kreistagsabgeordneten und informierte an verschiedenen Stationen zu der geplanten Umsetzung. Einige Detailpunkte sollten hier nach Auffassung der CDU-Kreistagsfraktion in der weiteren Beratung noch einmal aufgegriffen werden. Für alle Beteiligten aus Politik und Landwirtschaft ist vollkommen klar, dass der Naturschutz einen besonderen Stellenwert hat und eine Verantwortung für die nächste Generation darstellt. Daraus ergibt sich auch, dass besonders schützenswerte Bereiche im Schwingetal diesem Schutz auch zugeführt werden und hier besondere Biotope ausgewiesen werden. Die Abgeordneten möchten diese Biotopausweisungen jedoch auf die tatsächliche Situation begründet wissen und keine Entscheidung, die aufgrund von Kartenmaterial entschieden wird. Daher sollte die genaue Flächenausweisung nochmals überprüft werden. Weitere Detailpunkte sind die Unterhaltung von vorhandenen Drainagen, die Unterhaltung von Wirtschaftswegen und die Breite des Gewässerrandstreifens entlang der Schwinge. Es darf durch die neue Verordnung nicht dazu kommen, dass die Schwinge ihrer notwendigen Entwässerungsfunktion nicht mehr ausreichend nachkommen kann. In der weiteren Beratung wird die CDU-Fraktion die Beschlüsse, die vor Ort auf Ebene der Samtgemeinde Fredenbeck parteiübergreifend gefasst worden sind, unterstützen.
Der Samtgemeinderat Fredenbeck hat sich bereits mehrfach sehr detailliert mit der neuen Verordnung auseinander gesetzt und entsprechende Beschlüsse mit großer Mehrheit gefasst. Die CDU-Kreistagsfraktion appelliert an alle Fraktionen im Stader Kreistag, sich vor Ort zu informieren und die Beschlüsse, die durch die Samtgemeinde gefasst worden sind, ebenfalls zu unterstützen. Die Kreistagsabgeordneten haben sich außerdem auf einem landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb über die konkreten Auswirkungen der Verordnung für die Nutzer informiert, um sich ein vollumfängliches Bild machen zu können. Der Vorsitzende des Ausschusses für Regionalplanung und Umweltfragen, Oliver Grundmann, machte nochmals deutlich: „Die CDU will einen nachhaltigen Naturschutz für die Zukunft gestalten, möchte dies aber gemeinsam mit den Menschen und den Nutzern umsetzen. Natur muss für den Menschen erlebbar gemacht werden, damit sie sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst werden. Die Landwirtschaft darf hierdurch nicht in ihrer Existenz gefährdet werden.“