Haushalt 2014-2017

Nach insgesamt 10-stündigen Beratungen aller Ratsfraktionen zusammen mit dem Bürgermeister und dem Kämmerer ist es  gelungen, einen Haushalt für das Jahr 2014 mit den Perspektiven für die Jahre 2015-2017 zu entwickeln.
Danach wird das Haushaltsjahr 2014 zwar noch mit einem geringen Minus von knapp 47. 000 € abschließen, dafür erwarten wir in den nächsten Jahren aber positive Abschlüsse, so dass es uns auch nach heutigem Ansatz gelingen wird, unsere Schulden trotz einer nochmaligen Neuverschuldung in 2014 dann bis 2017 um 4 Mio € zu reduzieren. Die Liquiditätskredite sollen im gleichen Zeitraum um rund  2 Mio € gesenkt werden, so dass wir  spätestens ab 2018  einen genehmigungsfreien Liquiditätsstand erreicht haben. Das gelingt uns aber nur mit der Fortsetzung eines stringenten Sparkurses in den nächsten Jahren. Da dies erfreulicherweise von allen Fraktionen im Rat so gesehen wird, wird der Haushalt 2014 wohl mit großer Mehrheit am 26.03.2014 im Rat verabschiedet werden.

Warum haben wir zur Zeit eine so schlechte finanzielle Lage?

In den letzten Jahren haben wir in die Erweiterung des Gewerbegebiets, den Bau der Ortskernentlastungsstraße, den Bau eines neuen Kindergartens in Jork, den Zuschuss für die Erweiterung des Kindergartens in Estebrügge, den Brandschutz im Schulzentrum und vieles andere mehr viel Geld investiert. Das war notwendig, aber auch nur möglich durch hohe Gewerbesteuereinnahmen und eine wachsende Neuverschuldung. Die Gewerbesteuereinnahmen sind nun drastisch gesunken und werden sich auch voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht deutlich erhöhen.

Die vorgesehenen Sparmaßnahmen betreffen alle Bereiche, von der Feuerwehr bis zum Museum, von den Schulen bis zur Straßensanierung. Auch die von uns allen gewünschte neue Sporthalle für die Schule am Westerminnerweg wird vor 2018 nicht gebaut werden können. Dafür bleibt es beim Zuschuss für den ASC Cranz-Estebrügge für den Bau eines neuen Sportplatzes. Auch der TuS Jork erhält Zuschüsse für den Umbau des alten Keglerheimes zu einer Gymnastikhalle.

Neben den Sparmaßnahmen ist es erforderlich, Einnahmeverbesserungen zu erzielen. Hierzu gehören die bereits ab 2013 in Kraft getretenen Erhöhungen der Gewerbe- und Grundsteuer, aber auch die Überarbeitung der Kita-Gebühren.

Wir wissen, dass diese Maßnahmen alles andere sind als populär. Auch wir würden lieber großzügig Geld verteilen, als den Rotstift anzusetzen.
Wir müssen aber  die Zukunft unserer Gemeinde sichern die Handlungsfähigkeit erhalten.

Deshalb bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger Jorks um Verständnis und Unterstützung. Gemeinsam können und werden wir es schaffen, unsere Finanzen zu sanieren.