Am 08.12.2020 hat der Jorker Rat einstimmig den Haushalt 2021 beschlossen. Hier der Redebeitrag unseres Fraktionsvorsitzenden Michael Eble

Rede zum Haushalt 2021 der Gemeinde Jork
Ratssitzung vom 08.12.2020

Sehr geehrte Frau Ratsvorsitzende, Herr Bürgermeister, Ratskolleginnen – und Kollegen, meine Damen und Herren,

letztes Jahr habe ich an dieser Stelle gesagt, dass wir finanziell nicht gut dastehen. Für den Haushalt 2020 wurde ein Defizit im ordentlichen Ergebnis von einer knappen halben Million prognostiziert.
Da war Corona und die damit verbundenen Einnahmeausfälle noch kein Thema. Jetzt planen wir ein Defizit im ordentlichen Ergebnis von 1,3 Mio €. Natürlich konnte keiner mit Corona und den damit verbundenen Folgen für die Wirtschaft und damit auch für die kommunalen Haushalte rechnen.
Wir sind als Gemeinde auch dankbar, dass die Ausfälle bei den Gewerbesteuereinnahmen 2020 durch das Land ausgeglichen werden. Was wir nicht akzeptieren können, ist, dass das Land sagt, dass aufgrund dieser Kompensation der Härtefallfonds, der geschaffen wurde, um die Defizite der Gemeinden aufgrund der Beitragsfreiheit in den Kitas zu verringern, aufgelöst wurde. Das heißt, nur weil wir eine Kompensation für die Gewerbesteuerausfälle erhalten, bekommen wir nichts mehr für das Defizit, das durch die Beitragsfreiheit in den KiTas entstanden ist. Auch dieses Defizit haben wir nicht zu verantworten. Corona und Beitragsfreiheit – das eine hat mit dem anderen nichts, aber auch gar nichts zu tun. Leider können wir diese Ungerechtigkeit nur anprangern, ein Mitspracherecht haben die Kommunen bei solchen Entscheidungen ja nicht. Genauso wenig, wie wir als Gemeinden ein Mitspracherecht bei der Festsetzung der Kreisumlage haben.
Wir können derzeit auch noch nicht absehen, wie sich die Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Jahre auswirkt. Wir wissen auch noch nicht, welches Defizit wir bei der Einkommensteuer haben werden und ob und in welcher Höhe dies ausgeglichen wird. Die Zahlen für die nächsten Jahre sind daher – bei allem Respekt für die Kämmerei, die dafür nichts kann – reine Kaffeesatzleserei.
Was wir aber wissen ist, dass die Neuverschuldung nach der Prognose in den nächsten Jahren um mindestens 20 Mio € ansteigen wird, bei einem Schuldenstand von ca. 10 Mio am 01.01.2021 werden wir dann zum 01.01.2024 einen Schuldenstand von 30 Mio € haben, das sind 50 % mehr als das Haushaltsvolumen eines Jahres.
Wir brauchen dieses Geld, um die geplanten Investitionen sowie die Sanierungsmaßnahmen finanzieren zu können. Noch sind die Zinsen niedrig, sogar negativ, so dass es derzeit „nur“ um die Tilgungsleistungen geht, die wir im Haushalt abbilden können.
Dennoch muss eines klar sein. Es geht nicht alles gleichzeitig. Wir können uns auf Dauer nicht einen Haushalt leisten, in dem die Ausgaben deutlich höher sind als die Einnahmen. Wir werden die Maßnahmen daher priorisieren müssen. Für die CDU steht dabei eindeutig der Bildungsbereich, d.h. Schulen und KiTas im Vordergrund.
Wir müssen also, und da wiederhole ich mich in meinen Aussagen der vergangenen Jahre, unsere Ausgaben kritisch hinterfragen und Einsparungsmöglichkeiten suchen und diese auch umsetzen.
Ich denke dabei auch an eine Prüfung einer Ausweitung der interkommunalen Zusammenarbeit. Wir sind schließlich eine Region, das Alte Land, und wir sollten das bei unserem ganzen Handeln herausstellen, eine Region, die geschlossen nach außen auftreten sollte. Dabei sollte auch die Diskussion über eine Reform der Verwaltungsstrukturen kein Tabuthema sein.
Neben dem Augenmerk auf die Einsparungspotenziale müssen wir unsere Steuereinnahmen erhöhen. Das geht dadurch, dass wir den Wohnungsbau fördern, damit einkommensstarke Familien nach Jork ziehen können, aber natürlich auch, um jungen Familien aus Jork die Möglichkeit zu bieten, in Jork bleiben zu können. Wir wollen keine neuen großen Neubaugebiete, aber es gibt genügend kleinere Flächen in Jork, die sich für Wohnbebauung eignen. Alles natürlich im Einklang mit den Interessen der Landwirtschaft. Jork muss attraktiv bleiben und sicher auch noch attraktiver werden. Dazu gehören eine gute Infrastruktur im Bildungsbereich, ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und weitere Anstrengungen im Klimaschutz, wobei ich das Quartiersmanagement zur Einsparung der CO2-Emmissionen besonders lobend erwähnen möchte. Erfreulicherweise ist die Nachfrage schon jetzt groß, so dass wir die Ausweisung weiterer Quartiere unterstützen werden.
Wir brauchen aber auch dringend neue Gewerbeflächen zur Ansiedlung neuer Betriebe. Das muss ein politischer Handlungsschwerpunkt im nächsten Jahr sein.
Wir stimmen diesem Haushalt zu, weil die Ausgaben notwendig sind. Große Handlungsspielräume sind nicht vorhanden, was man auch an den nur wenigen Änderungsanträgen aus der Politik sieht.
Unser Dank gilt der Verwaltung, insbesondere Frau Tonn, die ja erst ein halbes Jahr bei uns ist und mit Unterstützung von Frau Cordes, deren Leistung ich an dieser Stelle auch bewusst erwähne, einen transparenten, übersichtlichen, Haushaltsentwurf vorgelegt hat, der die Situation dargestellt hat, wie sie ist und nichts schöngerechnet hat.

 

CDU Jork im Gespräch mit Pastor Paul Henke

CDU Jork Michael Eble im Gespräch mit Pastor Paul Henke

Volle Schulbusse zwischen Jork und Buxtehude

Volle Schulbusse sind schon immer problematisch gewesen. In Corona-Zeiten stellen sie natürlich ein erhöhtes Risiko dar, da Abstände nicht eingehalten werden können. Die Situation in den Schulbussen zwischen Jork und Buxtehude beleuchten Marie Eble und Harm Gevers, aufgenommen am 22.09. 2020.

CDU Jork im Gespräch mit Sören Schmidt Inhaber des REWE Marktes in Osterjork

CDU Jork im Gespräch mit Sören Schmidt Inhaber des REWE Marktes in Osterjork

CDU Jork unterstützt die Planung zur Öffnung der Insel Hahnöfersand

Foto: pic@andreaheinsohn

Der Jorker Verwaltungsausschuss hat am letzten Mittwoch mit 2 Beschlüssen zur Änderung des Flächen- und Bebauungsplans sein Planungsrecht zur künftigen Nutzung von Hahnöfersand geltend gemacht. Die CDU unterstützt die Planung zur Öffnung der Insel für die Öffentlichkeit und damit insbesondere für den Tourismus.

CDU Jork für die Erweiterung des Lehrerzimmers der Grundschule an der Este

Die CDU setzt sich für die Erweiterung des Lehrerzimmers in der Grundschule an der Este in Jork-Königreich ein. Darauf warten die Lehrer schon seit Jahren. Die Investition in die Bildung ist eine Investition in die Zukunft. Die Mittel sind durch den von allen Fraktionen verabschiedeten Haushalt vorhanden. Lasst es uns angehen.

CDU Jork stimmt dem neuen Tourismus-Konzept zu

Die CDU Jork stimmt dem neuen Tourismus-Konzept zu. Durch die Eingliederung in die Verwaltungsorganisation konzentrieren wir uns auf das Kerngeschäft und erhoffen uns langfristig auch eine Reduzierung des jährlichen Defizits.

Oliver Grundmann und Michael Eble zu Besuch bei Sören Schmidt, Inhaber des REWE-Marktes in Osterjork

Besuch unseres Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann zusammen mit unserem
Vorsitzenden und stellvertretenden Bürgermeister Michael Eble bei Sören
Schmidt, Inhaber des REWE-Marktes in Osterjork. Beeindruckend und
vorbildlich die Vielfalt der regionalen Produkte, u.a. vom Obstparadies
Schuback, die der Markt im Angebot hat. Ein wichtiger Beitrag zur Stärkung
unserer heimischen Wirtschaft und zum Klimaschutz.

CDU Jork im Gespräch mit Rolf Michelsen

CDU Jork Elke Krog im Gespräch mit Rolf Michelsen

CDU Jork im Gespräch mit dem Kirschenland

CDU Jork im Gespräch mit dem Kirschenland Inhaber Ilir Spaqai