CDU spricht sich für Nachhaltigkeitskonzept bei „Pimp your Town“ aus

auch wenn wir uns nur mit kommunalpolitischen Dingen in einer kleinen Gemeinde beschäftigen, möchte ich mit einem kleinen Blick auf die große weite Welt beginnen:

Wir machen in diesen Jahren vielfältige Erfahrungen mit der Politik. Und diese Erfahrungen stimmen mit Blick auf Russland, auf die Türkei, auf die USA in den letzten Monaten eher nachdenklich und auf die nächsten Monate mit Blick auf die Niederlande und Frankreich eher pessimistisch als optimistisch.

Ein wesentliches Merkmal dieser Entwicklung sind der große Frust und die große Passivität in Bezug auf die politische Arbeit und das spiegelt sich besonders auch in der jungen Generation wieder. Ein herausragendes Beispiel ist der Brexit. Eine überwältigende Mehrheit der jungen Briten hat für den Verbleib in der EU gestimmt. Die ebenfalls überwältigende Anzahl der Nichtwähler hat dafür gesorgt, dass sich die junge Generation selbst ausgesperrt hat.

Doch mit diesen Eindrücken und kleinen Ausflug in die große weite Welt zurück in unsere Gemeinde.

Es ist meiner Meinung nach sehr deutlich geworden, dass wir diesem Trend entgegentreten müssen – und dieses nachhaltig und nicht ein bzw. zweimal eher aktionistisch. Insofern beobachte ich mit großer Sorge, dass das in 2015 und 2016 erfolgreich initiierte Projekt „Pimp your Town!“ mit wenig bis gar keiner Leidenschaft lieblos verwaltet – nicht aber zukunftsfähig und nachhaltig gestaltet wird.

Wo stehen wir und wohin müssen wir gemeinsam gehen:

1. Die Ist-Situation

2015/2016: Erfolgreiche Etablierung mit hervorragender Unterstützung der Gemeindeverwaltung und der Gemeindepolitiker. Bereits damals gab es den Eindruck, dass seitens der Schulleitung die Sorge über den ja nicht anzuknabbernden Schuletat über den pädagogischen Chancen dominierte. Das Projekt ist nicht mit dem Ziel der Nachhaltigkeit begleitet worden.

Die Chance der Öffnung der Kommunalpolitik mit der Möglichkeit des praxisorientierten Lernens und Probierens ist und wird nicht aufgenommen, die Schule begreift sich als „closed shop“.

Es ist leider zwangsläufig, dass mit Ausnahme einer Terminfindung das Projekt nur „verwaltet“ aber nicht „gestaltet“ wird.

2. Das Ziel:

Entwicklung eines pädagogischen Konzeptes für die Umsetzung von Politik zum Anfassen mit Vor- und Nachbereitung.

Entwicklung konkreter Nachhaltigkeitsideen für eine echte Politik zum Anfassen.

Die Schule sollte das Thema als Chance zur Öffnung in Richtung Beruf und Gesellschaft behandeln und strukturieren.

Es muss verbindlich geklärt werden, dass hier nicht ein Verschiebebahnhof produziert wird, sondern über zeitliche Eckpunkte Meilensteine definiert werden, die eine konkrete Überprüfung zulassen, wie weit man eigentlich ist.

Also: Wer macht was bis wann?

Ich meine weiterhin, wir sollten nicht den Fehler machen und „Erfolgsquoten“ wie die Teilnahme von Schülern an Sitzungen der politischen Gremien zu definieren.

Es muss einfach deutlich werden, dass für „die Werte in der Demokratie“ gearbeitet werden muss und wir in unserer Kleinräumigkeit in Jork exzellente Chancen dafür haben und wir dieses als Verantwortung und nicht als lästige Pflicht sehen müssen. Insofern plädiere ich grundsätzlich für die Fortsetzung des Projekts, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Schule vorab ein Konzept der Nachhaltigkeit vorlegt und damit ihr eigenes Engagement für das Projekt unter Beweis stellt. Daher stimme ich, wenn auch schweren Herzens, der Beschlussvorlage zu.